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Gedanken zu Wirtschaft und Politik

Geldkreislauf Teil 1 - allgemeines

 

 

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Welche Geldströme sind nötig, damit Wirtschaft stattfinden kann?


Ich bin von einem Idealen Gesamt-Unternehmen ausgegangen. Jeder der bezahlte Arbeit leistet, ist in irgend einer Abteilung dieses "IGU" angestellt.
Zu Beginn hat das "IGU" nichts, es gibt Arbeitskraftbesitzer und Geldbesitzer. Ein Kapitalbesitzer arbeitet nicht, ein Arbeitskraftbesitzer hat kein Geld.
Der Staat hat (aus der letzten Phase des vorigen Wirtschaftszyklus) Kapitalertrags-Steuern und Verbrauchssteuern (indirekte Steuern).
In den Sozialkassen herrscht ebenfalls gähnende Leere - schon daran erkennt man, dass das Modell sehr realistisch ist ...

1. Phase
Der "ideale Gesamtunternehmer" nimmt Kredit auf, da er selbst nicht genug Kapital hat. (85 bis 90 Prozent - in den "neuen" Ländern 93% (!) - des Unternehmerkapitals sind Fremdkapital). Außerdem bekommt er Sachkapital vermietet.

2. Phase
Die Arbeitskraftbesitzer arbeiten und schaffen Werte. (dunkelgrün) Dafür erhalten die Arbeitskraftbesitzer Lohn. Der "ideale Gesamtunternehmer" zahlt Körperschafts- und Gewerbesteuer, vielleicht ein bisschen Grundsteuer sowie die "Arbeitgeber"-Sozialbeiträge. Vom Lohn zahlt der Arbeitskraftbesitzer (auch wenn er die Arbeitskraft ja gerade losgeworden ist, bleibe ich bei der Bezeichnung) Lohnsteuer und die "Arbeitnehmer"-Sozialbeiträge.
Auch der Staat zahlt (über 40% seiner Gesamt-Einnahmen!) an die Sozialkassen. (Ich habe auch Angaben von 60% gesehen!)

3. Phase
Alle möglichen Leute, auch der Staat nehmen Kredite auf, zahlen sie zurück (blau gestrichelt) und zahlen Zinsen. (hellgrün; schwarz; rot). Genaugenommen nehmen auch die Kapitalbesitzer Kredite auf und zahlen untereinander Zinsen.

4. Phase
Alle gehen einkaufen. Entsprechend ihrem noch verfügbaren Einkommen erhalten sie einen Teil der geleisteten Arbeit(dunkelgrün). Dabei nimmt der "ideale Gesamtunternehmer" so viel Geld ein, dass er die letzte Phase schafft.

5.Phase oder 0.Phase
Nachdem - hoffentlich - alle geleistete Arbeit in Form von Waren oder Dienstleistungen verkauft ist, muss der "ideale Gesamtunternehmer" die Umsatzsteuer und Verbrauchssteuern (Mineralöl-, Sekt-, Bier-, ...) an den Staat zahlen und seine Schulden (aus der ersten Phase) begleichen und dafür Zinsen und Mieten zahlen.
Hier zahlen auch die Geldbesitzer für ihre Einnahmen Einkommen- oder Kapitalertragssteuer.

Am Ende der vierten Phase beim Einkaufen (dick gepunktete Linie) zeigt sich die Verteilung des Reichtums.
Wer kann wie viel der erarbeiteten Werte bekommen?

Daher kann man fr die Abrechnung die fnfte Phase vor die erste setzen. Auch angesichts der Einnahmen des Staates, die dieser in den nächsten Zyklus mitnimmt, erscheint das sinnvoll.

Im zweiten Teil habe ich zu diesen Geldströmen die Zahlen für das Jahr 2004 zusammengestellt Geldkreislauf Teil 2
marktzyklus
© Bernd Sumpf 8/2005